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Meine Monate der Krankheit und warum ich trotzdem glücklich bin

Heute möchte ich Euch ein wenig davon erzählen, warum es die letzten Monate so ruhig auf meinem Blog war und warum ich Instagram zur Zeit ruhen lasse

 

 

Seit Ostern 2021 bin ich sehr krank geworden. Am Dienstag nach Ostern wurde ich mit starkem Schwindel wach und nachdem ich mehrmals ohnmächtig wurde, rief mein Mann den Notarzt. Dort kam ich auf eine Schlaganfallakutstation. Da ich weder laufen noch richtig sprechen konnte und Ausfälle auf einer Gesichtshälfte hatte, samt Gedächtnislücken, gingen die Ärzte Anfangs von einer TIA aus. Eine TIA ist ein leichter Schlaganfall bzw. der Vorbote eines Schlaganfalls.

Allerdings fand man bei den Untersuchungen kein Blutgerinnsel im Kopf und so wurde ich, wie viele in  der Pandemie, nach Hause entlassen. Es könnte neben einer TIA auch eine Aura in Form einer Migräne sein, meinte ein Arzt auf einer anderen Station, nachdem er mich einmal kurz gesehen hatte...Kaum zu glauben, denn ich konnte nicht richtig laufen und verwechselte Buchstaben beim Sprechen. Die Physiotherapeutin schüttelten den Kopf und legte mir nahe der Ursache weiter auf den Grund zu gehen, denn ich war nicht die Erste mit Fehldiagnose...Fakt, es wurden die Betten benötigt....Corona dominiert in den Krankenhäusern. Ich erlebte es persönlich.

 

Wenige Tage später verschlimmerten sich die Symptome und der Gesichtsnerv schmerzte zusätzlich. Mein rechtes Gesicht war taub wie nach einer Spritze beim Zahnarzt. Mein Hausarzt war überzeugt, dass ich Ostern einen richtigen Schlaganfall hatte und überwies mich an einen Neurologen.

Nach mehreren Untersuchungen fand dieser die Ursache. 

Ich hatte eine Enzephalitis. Eine Gehirnentzündung in Folge eines Eppstein Barr Virus. Wohl die schlimmste Komplikation eines Infekts.

Daher kamen sämtliche neurologische Ausfälle. Was ich im Krankenhaus nämlich nicht erwähnte war, dass ich vor Ostern Fieber hatte. Der Coronatest im Krankenhaus war negativ und es erschien mir somit nicht relevant...

 

Anfangs war ich sehr erleichtert, da man mir nun helfen konnte. Es war ja kein Schlaganfall... Aber schnell wurde klar,  dass dies nicht weniger schlimm ist. Der Arzt erklärte mir, dass nur 7 von 10 Menschen eine Enzephalitis überleben und davon nur 80 Prozent wieder vollständig genesen.

 

Leider war aufgrund der Pandemie ein weiterer Krankenhausaufenthalt samt Reha nicht sofort möglich und somit begann ich die Reha vor Ort...Ich war schon mit Überweisung im Krankenhaus und wurde heimgeschickt. Die Unterlagen für die Reha lagen zum Unterschreiben vor, man wartete dort auf mich...Später erfuhr ich, dass zur Zeit jeder heimgeschickt wird der einigermaßen laufen kann. Es gibt sie, die Triage, meinte später die Frau meines Arztes, die selbst Ärztin ist. Denn jetzt wo die Zahlen fallen, kommen all die aufgeschobenen Fälle und Menschen ins Krankenhaus. Aber die Kapazitäten fehlen. Mich persönlich vertröstete man in der Klinik auf  "Kommen sie in ungefähr zwei Wochen. Wir rufen sie an."

 

So lange konnte ich nicht warten und begann eine ambulante Reha und Behandlungen vor Ort. 

Wie dem auch sei, es braucht noch lange bis ich vollständig gesund bin. Jedenfalls körperlich. Denn in all der Zeit habe ich in meinem Glauben immer mehr Halt gefunden. Jesus ist wirklich mein Halt, mein Trost, mein Frieden. Ohne Gott wäre dies völlig unmöglich, aber ich bin innerlich ruhiger und ausgeglichener denn je.

 

Auch habe ich mich verändert. Sehe manches entspannter und erkannte für mich, was wir alles für unnötige Dinge im Leben umsetzten. Das ganze Streben ist oft nur ein Haschen ins Nichts! Wir brauchen nicht viel um glücklich zu ein.

Für mich ist es mehr denn je mein Glaube und meine Familie. Meine Kinder und besonders mein Mann. Ja, und jetzt wo ich über 40 bin, mehr denn je meine Mutter. Es stimmt, je älter wir werden umso mehr verstehen wir unsere Mütter. Wir wurden in dieser Zeit vertrauter denn je.

Aber vor allem fand ich Ruhe in  meinem Herrn Jesus Christus.

Das Leben ist vergänglich und körperliche Gesundheit nicht selbstverständlich.

Aber mit Jesus ist alles, selbst das Schwere, ein Gewinn. Wenn wir uns auf ihn verlassen und uns ihm anvertrauen, sind selbst schwere Zeiten kostbar und wertvoll, wenn auch nicht leicht.

 

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Kommentare: 7
  • #1

    Salome (Sonntag, 27 Juni 2021 15:26)

    Wow es berührt mich total das zu lesen. Danke für deine Ehrlichkeit.

  • #2

    Bea (Dienstag, 29 Juni 2021 14:15)

    Da sieht man wieder, wie schnell es gehen kann, wie schnell alles durcheinander gewirbelt wird und wie schnell alles vorbei sein könnte! Ich bin froh, dass Du es soweit überstanden hast und auf Deinem Weg der Besserung bist, auch wenn dieser noch lange dauert. Ich habe Dich sehr vermisst, wollte Dir aber nicht zu nahe treten. Ich denke fest an Dich ♥️

  • #3

    Anette Eisert-Kettlitz (Dienstag, 29 Juni 2021 14:53)

    Ohh ich bin sehr betroffen…. Und wünsche dir von Herzen alles Liebe undGesundheit… danke das du so offen bist… es rückt so manches wieder an den richtigen Platz….

  • #4

    Iris (Dienstag, 29 Juni 2021 15:52)

    Vielen Dank für Deinen Bericht, wie es Dir zur Zeit geht…ich habe mir schon ein paar Sorgen gemacht, aber es ist gut, dass Du Dich von Gott behütet wissen kannst, er sorgt für Dich! Alles alles Liebe und Gute weiterhin für Deine Gesundheit!

  • #5

    Kathrin (Dienstag, 29 Juni 2021 17:54)

    Ich weiß gar nicht was ich sagen soll... mich berührt Dein Erlebtes einfach sehr und ich hoffe, dass der liebe Gott weiter ein Auge auf Dich hat und ich schicke Dir viel Kraft und Gesundheit! �

  • #6

    Felicitas (Mittwoch, 30 Juni 2021 12:38)

    Ich wünsche dir alles Gute meine Liebe!

  • #7

    Damaris (Mittwoch, 30 Juni 2021 19:41)

    Dein Bericht hat mich sehr betroffen gemacht. Gott sei Dank, dass Du wieder auf dem Weg der Besserung bist. ER tut auch heute noch Wunder - Du bist ein Beweis davon.
    Ich wünsche Dir von Herzen völlige Genesung ohne Einschränkungen. Gott kann ! Darauf vertrauen wir! Alles erdenklich Liebe für Dich und Deine Familie.

    Denn ich, der HERR, dein Gott, ergreife deine rechte Hand, der ich zu dir spreche: fürchte dich nicht, ich helfe dir! Jesaja 41, 13


 

 

Mein Name ist Daniela und ich arbeite als freie Autorin. (Link zu meiner geschäftlichen Homepage) 

Als verheiratete Mutter von drei Kindern, kam ich im Herbst 2019 aufgrund meiner französischen Wurzeln, auf die Idee Deutschlands erstes Deutsch-Französisches Familienmagazin mit dem Schwerpunkt Frankreich, Lifestyle, Stil und christlichem Glauben zu launchen. 

Aber er hat sich weiterentwickelt. 

Nun habe ich Europas ersten Blog über den neuesten Trend, dem Grandmillennial Style

 

 

Lasst Euch inspirieren von den schönsten Seiten beider Länder und darüber hinaus.

Eure

𝓓𝓪𝓷𝓲𝓮𝓵𝓪

 

 

 

  

FR    

Bonjour, 
 je m´apelle Daniela et je travaille en tant que rédactrice indépendante. 

En tant que mére mariée de trois enfants, en raison de mes racines francaise, j`ai eu l`idee de lancer le premier magazine familial franco - allemande à l`automne 2019, avec un accent sur la France, le style de vie, le style grandmilleniare, le style et la foi chrétienne. Laissez-vous inspirer par les plus beaux côtés de deux pays et au-delà.

Bien à vous

Daniela


My Author business


Impressions about our Grandmillannial Living


Guestbook

Kommentare: 1
  • #1

    Damaris (Montag, 21 Dezember 2020 22:09)

    Liebe Daniela,

    vor kurzem bin ich auf deinen Blog gestoßen. Einmal, weil auch ich diesen Lebensstil ganz irdisch pflege und Frankreich sehr liebe, aber vor allem hat es mich zutiefst gefreut, in dir eine Schwester im Glauben an unseren Herrn und Heiland Jesus Christus gefunden zu haben. Seitdem schaue ich noch lieber vorbei.
    Ich möchte dich hiermit ermutigen, weiter so zu schreiben wie du es tust! Es war vielleicht nie nötiger als aktuell! Möge ER dich und vor allem das Geschriebene segnen!
    ER kommt bald!!
    Liebe Grüße aus dem Ruhrgebiet