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Festival des deutschen Films in Ludwigshafen am Rhein- Unser Favorit 2022 - Nicht ganz koscher - Eine göttliche Komödie

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Ludwigshafen am Rhein wurde im Jahr 2018 von der ARD-Sendung Extra 3 zur hässlichsten Stadt Deutschlands ernannt. Einmal im Jahr zeigt diese Stadt jedoch, welche sonst hauptsächlich durch die BASF bekannt ist, dass sie auch andere Facetten aufweisen kann. Das Bild der Industriestadt mit ausgestorbenen Straßen in der Innenstadt wird auf dem Festival des deutschen Films abgelöst durch den roten Teppich und die Stadt wird zu einem Treffpunkt deutscher Regisseure, Filmproduzenten, Drehbuchautoren und Schauspieler.

Auf der Parkinsel, welche paradiesisch gelegen am Rhein maritimes Flair ausstrahlt, strömen Besucher von weit her, um dem Event beizuwohnen. In diesem Jahr waren es 88.000.

Ein klein wenig wie bei der Berlinale, nur weniger international. Dafür wahrscheinlich umso persönlicher.

 

Gegründet im Jahr 2005 noch in zwei Filmzelten, wurde aus dem anfänglich kleinen Event ein mittlerweile glamouröses Spektakel.

Ausgewählte Filme aus der deutschen Branche werden aufgeführt und anschließend vom Publikum bewertet.

Begrüßt werden bekannte Gesichter wie Hannelore Elsner, Senta Berger, oder wie in diesem Jahr Iris Berben und  Ulrike Folkerts.

Aber  weniger Bekannte und Newcomer präsentieren sich hier dem Publikum.

Unser Favorit des Festivals 2022 - Nicht ganz koscher - Eine göttliche Komödie

Dieses Jahr konnten wir nach der Pandemie dieses Event, welches vom 24 August bis zum 11 September stattfand, besonders genießen.

Gerade im Bezug auf meine Unterstützung der Arbeit der ICEJ (INTERNATIONAL CHRISTIAN EMBASSY JERUSALEM) in und um Israel und meinen bevorstehenden Besuch in Jerusalem und Haifa, war dieser Film ein persönliches Highlight.

Auch durfte ich das herzliche Team um die Drehbuchautoren, Regisseure und Mitproduzenten Stefan Sarazin, Peter Keller sowie den Produzenten Fritjof Hohagen kennenlernen, welche ich hier in Kürze mit ihrer Arbeit auch noch genauer vorstellen darf. Auf diesem Weg schon einmal Danke.

Israel und der  Wunsch nach Frieden im Nahostkonflikt und zwischen den Religionen schaffen Gemeinsamkeiten.

 

Komödie mit Tiefgang

Vor 20 Jahren begann der lange Weg  des Duos Stefan Sarazin und Peter Keller, die mit ihrem Drehbuch 2011 schon den Lola- Preis für unverfilmte Drehbücher unter dem Namen " No Name Restaurant" gewonnen haben. 

2021 gewann die Komödie, welche auf humorvolle und  menschliche Weise den Konflikt zwischen Juden und Arabern aufnimmt, den 43. Bayerischen Filmpreis, welcher im Mai 2022 verliehen wurde.

Kein leichter Weg, der sich aber dennoch mehr als gelohnt hat.

Eine Reise zwischen Israel und Ägypten

Wie retten wir das Pessachfest, wenn der zehnte Mann fehlt?

Diese Frage stellt sich die jüdische Gemeinde in Alexandria, da sie sonst alles an den Staat Ägypten verlieren.

Eine Lösung musste her und wurde in New York gefunden, indem sie den orthodoxen Juden Ben nach Jerusalem einflogen. Nicht zuletzt, um ihn auch zu verheiraten und sein Tora-Studium abschließen zu lassen, aber zuvor sollte er nach Alexandria.

Es kommt wie es kommen muss, er verpasst seinen Flug und eine abenteuerliche Reise durch die Wüste beginnt.

Dort trifft er nach anfänglichen Schwierigkeiten auf den Beduinen und Araber Adel, der allerdings verzweifelt auf der Suche nach seinem entlaufenen Kamel, aber mit dem Leben in der Wüste vertraut ist. Beide schließen sich zusammen und eine Odyssee beginnt, welche trotz aller Religionsunterschiede in einer besonderen Freundschaft mündet. Eine Freundschaft, die darauf hinweist, dass gerade in größten Schwierigkeiten und im Kampf um das Überleben alle Differenzen beseitigt werden können, wenn man bereit ist, seine eigenen Einstellungen und Bedürfnisse auch einmal hintenanzustellen und stattdessen an einem Strang zieht. Wenn man die Sicht des anderen betrachtet und voneinander lernt. Am Ende der Reise bleibt einer der beiden in einem christlichen Kloster zurück, während der andere die Zusammenkunft in Alexandria vervollständigt. Somit schließt sich der Kreis um alle drei Weltreligionen.

Sarazins Frage - Utopie oder Wirklichkeit?

In einem Nachgespräch stellte Sarazin eine sehr wichtige und für ihn ernste Frage an das interessierte Publikum. Eine Frage, die nachhaltig  ins Nachdenken bringt.

"Sehen Sie am Ende des Films eher eine Utopie oder doch die Wirklichkeit?"

Die Meinungen waren verschieden, aber das Fazit war ganz eindeutig.

Dieser humorvolle Film, der beim genauen Betrachten doch sehr viel mehr Tiefgang hat als seine Überschrift  zunächst vermuten lässt, zeigt, dass den Konflikten dieser Welt, wie hier im Nahostkonflikt oder dem Konflikt des Glaubens zwischen den Religionen, durchaus mit einer Prise Humor begegnet werden kann.

Und sei es durch eine Utopie des Menschlichen in Form einer göttlichen Komödie.

Unser Fazit

Auch wenn das Team in diesem Jahr leider keinen Preis aus Ludwigshafen mit nach Hause nehmen konnte, sind wir überzeugt, dass der Bayerische Filmpreis gewiss nicht der letzte war.

Denn diese Arbeit hat im Vergleich zu allen anderen eines ganz sicher. Eine Botschaft welche die Welt von Klein bis Groß durch das Anregen zum Nachdenken verändern kann und dies auf  Jahre gesehen gewiss auch wird. 

Dieser Film bleibt in Erinnerung.


Trailer 

"Nicht ganz koscher - Eine göttliche Komödie"


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Kommentare: 2
  • #2

    Pfalz Perle (Freitag, 08 Oktober 2021 11:54)

    Liebe Daniela,
    wie wunderschön dein Blog jetzt in neuem Design erstrahlt! Ich freue mich, dass du so umfangreich und auch mit so tollen, liebevoll ausgewählten Bildern über den Grandmillennial Stil schreibst. Ich lasse dir die besten Wünsche hier und eine herzliche Umärmelung. S.

  • #1

    Damaris (Montag, 21 Dezember 2020 22:09)

    Liebe Daniela,

    vor kurzem bin ich auf deinen Blog gestoßen. Einmal, weil auch ich diesen Lebensstil ganz irdisch pflege und Frankreich sehr liebe, aber vor allem hat es mich zutiefst gefreut, in dir eine Schwester im Glauben an unseren Herrn und Heiland Jesus Christus gefunden zu haben. Seitdem schaue ich noch lieber vorbei.
    Ich möchte dich hiermit ermutigen, weiter so zu schreiben wie du es tust! Es war vielleicht nie nötiger als aktuell! Möge ER dich und vor allem das Geschriebene segnen!
    ER kommt bald!!
    Liebe Grüße aus dem Ruhrgebiet